Ziele

Ich-Erleben:

Selbstwahrnehmung:

Schon in der frühkindlichen Entwicklung beobachten wir, dass das Kind sich mit allen seinen Sinnen wahrnehmen möchte. Es steckt die Finger in den Mund, dreht den Kopf nach Geräuschen um, hebt die Arme hoch usw. Es erlernt sich selbst wahr- zu-nehmen und seine Sinne zu nutzen.

Mit zunehmenden Alter erkennt es, was es will und ist in der Lage, sich selbst besser einschätzen zu können.

Mit dieser Fähigkeit schafft es, sich als Teil des Ganzen wahr zu nehmen und zu beteiligen.

Selbsttätig sein:

Ein großes Ziel für uns ist es, das Kind zur Selbsttätigkeit zu führen. Durch Anregungen und Ermutigungen wollen wir es unterstützen, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Auch über eine „lange Weile“ kann man ins Tun kommen und dies sollte ein Kind fühlen bzw. erleben.

Für uns bedeutet selbsttätig zu sein, bzw. zu werden einen großen Schritt in die Selbstständigkeit.

Selbstständigkeit:

Ein wichtiges Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, das Kind dabei zu begleiten, selbstständig zu werden. Dabei steht am Anfang die Bewältigung der Aufgaben des täglichen Lebens z.B. Anziehen, Essen oder Toilettengang.

Für sich selbst sorgen, eigene Bedürfnisse erfüllen und Entscheidungen treffen können sind wichtige Aspekte, um zur Selbstständigkeit zu gelangen. Je älter das Kind wird, desto selbstständiger dürfen wir es sein lassen.

Selbstvertrauen:

Um Selbstvertrauen entwickeln zu können, geben wir dem Kind Zeit und Raum zu lernen, sich etwas zuzutrauen.

Indem das Kind auf seine eigene Wahrnehmung vertraut und mutig ist, hat es Freude daran, etwas Neues auszuprobieren und daran zu wachsen.

Im Alltag achten wir darauf, Aufgaben und Herausforderungen verschiedenen Schwierigkeitsgrades anzubieten, um das Kind darin zu begleiten, sich zunehmend mehr zuzutrauen.

Selbstbewusstsein:

Das Ziel Selbstbewusstsein entwickeln hat für uns und die Kinder einen hohen Stellenwert. In unserer Kita findet das Kind Menschen und eine ansprechende Umgebung, in der sich sein Ich entwickeln kann und es lernt, für sich einzustehen.

Im täglichen Miteinander findet das Kind die besten Voraussetzungen, um sich seiner eigenen Gefühle und Bedürfnisse gerecht und bewusst zu werden. Daraus ergeben sich Möglichkeiten und Situationen, die zeigen, was ich liebe und was mir selbst gut tut. Daraus ergibt sich für das Kind die Chance, selbstbewusst zu werden.

Selbstfindung:

Selbstfindung bedeutet für uns, dass jedes Kind so sein kann, wie es ist und dadurch seine Individualität weiterentwickeln kann. Durch diesen Prozess lernt das Kind sich selbst besser mit seinen Stärken und Schwächen kennen und akzeptieren. Dies ist die Voraussetzung dafür, sich selbstbewusst zu präsentieren und zu handeln.

Wir bringen dem Kind Vertrauen, Raum und Zeit entgegen sich, selbst auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen.

Selbsteinschätzung:

Es ist für uns ein wichtiges Ziel, dass das Kind lernt, sich selbst einzuschätzen, damit es in seinem Handeln sicherer wird.

In unserer Einrichtung bieten wir ihm die Möglichkeit, eigene Grenzen zu erfahren, indem es sich immer wieder neuen Herausforderungen stellt.

Es erkennt hierbei eigene Vorlieben und Abneigungen, die dazu beitragen, dass es sich immer mehr zutraut und sich seinen Lebensraum erweitert.

Selbstverwirklichung:

Im täglichen Miteinander hat das Kind die Möglichkeit, seinen Gedanken und Träumen freien Lauf zu lassen.

Uns ist wichtig, das Kind darin zu unterstützen, sich selbst zu verwirklichen und wir begleiten es darin, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen.

Gerne unterstützen wir das Kind darin, indem wir ihm Impulse geben und Möglichkeiten schaffen, diese umzusetzen.

Selbstwirksamkeit:

Ein Ziel in unserer pädagogischen Arbeit ist es, dass das Kind lernt, sich als wirksam zu erleben. Im täglichen Spiel und in der Interaktion mit anderen Kindern erfährt es, dass es etwas beitragen kann. Das Kind lernt, dass es etwas bewirkt und wird sich der eigenen Wirkung bewusst. Es erlebt die Folgen des eigenen Handelns bewusst und lernt die Reaktion der Mitmenschen zu verstehen.

Wir-Erleben:

Gemeinschaft erleben:

Unser Ziel ist es, dass das Kind sich als Teil der Gemeinschaft wahrnimmt und seinen Platz darin findet. Wir unterstützen es dabei, sein Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Dadurch lernt das Kind, dass Menschen, die in einer Gemeinschaft zusammen kommen, mit Spaß und Freude Neues gestalten.

In unserer Kita erlebt das Kind Geborgenheit und lernt so zunehmend mehr ein Teil einer Gemeinschaft zu sein und sich in Gruppenstrukturen einzufügen.

Interaktion:

In unserer pädagogischen Arbeit hat die Interaktion einen großen Stellenwert. Um Beziehungen aufzubauen und aktiv zu gestalten, gehört es dazu, sich selbst in die Interaktion miteinzubringen.

Eines unserer Ziele ist es, das Kind in seiner Wahrnehmungsfähigkeit zu schulen, um seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse und die der Anderen zu erkennen, sich aufeinander abzustimmen und ggf. zu regulieren.

Auf dieser Basis kann das Kind gemeinsame Handlungswege entwickeln und u.a. erleben, dass Menschen unterschiedlich sind.

Auf diese Weise erlebt das Kind nicht nur Freude, wenn es ihm selbst gut geht, sondern erlebt diese auch beim Freude-Schenken.

Kommunikation und Sprache:

Um sich in unserer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen, ist es uns wichtig, die Freude an der Kommunikation untereinander zu wecken.

Kommunikation besteht nicht nur aus Sprache, sondern auch aus Mimik und Gestik, die dem Kind helfen, seine Umgebung zu verstehen und zu begreifen. Im Laufe seiner Kindheit lernt das Kind, Mimik und Gestik zunehmend besser einzuordnen und zu verstehen.

Mit zunehmendem Alter lernt das Kind, Sprache als Werkzeug zu gebrauchen und dadurch seine eigenen Bedürfnisse, eigene Grenzen und Wünsche ausdrücken zu können. Um diesen Weg der Selbst-Bildung zu begleiten, beschäftigt die Einrichtung eine Sprachförderkraft. Ziel ist es, die alltagsintegrierte sprachliche Bildung zu unterstützen.

Das Kind erfährt bei uns, dass ihm zugehört wird, verinnerlicht dies und wird auch anderen zuhören. Im Zusammensein mit anderen lernt es, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und die Regeln des Zusammenlebens zu formulieren.

Freundschaft:

Unser Ziel ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der das Kind Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen kann.

Dadurch lernt das Kind, Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen.

Durch Beobachten der Interaktion zwischen Eltern und Erzieherin fasst das Kind Vertrauen und erwirbt die Sicherheit, sich auf neue Menschen einlassen zu können.

Durch freundschaftliche Bindungen wird das Kind gestärkt und gestützt und kann so lernen erlebte Enttäuschungen auszuhalten.

Freundschaft beinhaltet auch zu lernen, mit Trennungen und Veränderungen umzugehen.

Konfliktfähigkeit:

Das Kind erlebt in unserer Kita, dass Menschen unterschiedlich handeln und lernt dies auszuhalten.

Die Kita bietet die besten Voraussetzungen für das Kind Auseinandersetzungen verbal zu bewältigen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Dazu gehört:

  • das Streitschlichten zu lernen
  • sich an Absprachen zu halten
  • nicht nachtragend zu sein
  • andere Meinungen zuzulassen
  • und zu einem guten Gelingen von Beziehungen beitragen zu können

Feste feiern:

Unsere Feste und Feiern sind feste Bestandteile und Höhepunkte im Jahresablauf unserer Einrichtung.

Das Kind erlebt schon beim gemeinsamen Planen und Gestalten ein starkes Wir- Gefühl.

Feste ermöglichen dem Kind, Freude und Spaß zu erleben und mit anderen zu teilen und unbeschwert zusammen zu lachen.

Umwelt erleben:

Kita als System erleben:

In der Eingewöhnungsphase trifft das Kind auf erste neue Bezugspersonen. Es lernt nach und nach die Kinder in seinem Bereich kennen und wird darin unterstützt, neue Kontakte zu anderen Erzieherinnen und anderen Kindern zu knüpfen. Das Kind erweitert in seinem Tempo seinen Wirkungsbereich, wird neugieriger und lernt neue Räume kennen und diese für sich zu erobern und nutzen.

Mit zunehmender Zeit gelingt es so dem Kind, sich in der gesamten Kita zurechtzufinden. Das Verinnerlichen der Abläufe in der Kita vermittelt dem Kind Sicherheit und hilft ihm beim Wechsel vom kleinen in den großen Bereich und dem Übergang in die Schule.

Das Kind lernt, wer zu seiner Kita dazu gehört, es kennt die Familien der anderen Kinder und kann diese zuordnen.

System Schule: 

Die Vorbereitung auf die Schule beginnt in unserer Kita ab dem ersten Tag. Das Kind verinnerlicht wichtige Lerndispositionen, um den Schulalltag zu bewältigen wie z.B. Selbstständigkeit, Standhalten etc.

Durch spielerische Aktivitäten lernt das Kind das System Schule kennen. Dabei ist es uns wichtig, dass die Vorfreude auf die Schule geweckt wird. Mit zunehmendem Alter und reiferem Verstand möchten wir, dass das Kind mehr Eigenverantwortung und Mitbestimmung erfährt. Gemeinsam mit den anderen Vorschulkindern erlebt sich das Kind als zukünftiges Schulkind und lernt, Abschied zu nehmen und neu zu beginnen.

Natur erleben:

In unserer täglichen Arbeit ist es uns wichtig, gemeinsam mit dem Kind die Jahreszeiten zu erleben und Wachstumskreisläufe in der Natur zu erkennen. Auf unserem Außengelände und Wasserspielplatz haben wir zahlreiche Möglichkeiten, unterschiedliche Elemente zu erleben.

Durch unsere Waldtage eröffnen wir dem Kind einen anderen Lebensraum mit dem Ziel, dass es sorgsam und bewusst mit der Umwelt, Natur und Tierwelt umgeht und sie kennenlernt.

Wir möchten das Kind für die Einzigartigkeit der Natur und deren Bedeutung für unser späteres Leben sensibilisieren und einen ersten Grundstein dafür legen.

Kita als Teil der christlichen Gemeinschaft erleben:

Unser Ziel ist es, dem Kind das Bewusstsein für die Existenz von religiösen Traditionen sowie für verschiedene Religionen zu vermitteln.

Das Kind hat die Möglichkeit, in der Einrichtung Traditionen, Brauchtümer und Rituale kennen zu lernen.

In religiösen Zusammenhängen kann das Kind sich als einzigartig erleben.

Ebenso wichtig ist es, dass das Kind Wachstum und Vergänglichkeit begreifen lernt.

Die Ortsgemeinde und das Umfeld erleben:

Die Ortsgemeinde unterstützt uns darin, dem Kind einen Bezug zum Ort zu vermitteln.

Durch die schon traditionell stattfindenden Aktivitäten in der Gemeinde lernt das Kind das Dorfleben kennen und bekommt ein Gefühl für seine Umgebung.